Stabreimvers

(m.), auch Alliterationsvers, durch den Stabreim bestimmter germanischer Vers aus einer Langzeile, die durch zwei Kurzzeilen gebildet wird, selten auch nur aus einer Kurzzeile (altnordischer Ljoðaháttr). Es staben durch Alliteration in der Langzeile meist die erste und zweite Haupthebung des Anverses (erste Kurzzeile), selten nur eine von beiden, und die erste Haupthebung des Abverses (zweite Kurzzeile). Bsp.: Welaga nû, waltant got / wewurt skihit (Hildebrandslied).

 

Symploke

(f.) (auch: Completio oder Complexio, f.): ›Verflechtung‹, rhetorische Figur; Verbindung von Anapher und Ephipher.

 

Zeugma, semantisches

(n.): rhetorische Figur der Wortauslassung, Sonderform der Ellipse; Verbindung zweier (oder mehrerer) semantisch unverträglicher Satzteile durch dasselbe Wort, das also eigentlich zwei Mal (oder öfters) gesetzt werden müsste. Beispiel: Er verlor die Aktentasche und die Beherrschung.