peroratio

Begriff aus der Rhetorik, der den Schlussteil einer Rede bezeichnet; auch: ›conclusio‹

 

perspicuitas

Prinzip der antiken Stil-Lehre: Klarheit und Verständlichkeit

 

persuadere

lat. ›überzeugen‹ und ›überreden‹; Begriff aus der Rhetorik, der das Ziel einer Rede bezeichnet

Pleonasmus

synonymer Zusatz zu einem Wort (Wortgruppe) ›weißer Schimmel‹

Polyptoton

(n.): rhetorische Figur Form der Paronomasie; Wiederholung desselben Wortes innerhalb eines Satzes oder eines Verses in verschiedenen Beugungsformen (im Unterschied zur Gemination oder Epanalepse). Beispiele: homo hominis lupus, Aug um Auge. Oft als Superlativ, z.B. König der Könige, das Beste vom Besten. Vgl. auch Figura etymologica.

Polysyndeton

Verknüpfung mehrerer gleichgeordneter Wörter, Wortgruppen oder Sätze durch dieselbe Konjunktion »und es wallet und siedet und brauset und zischt« (Schiller, Der Taucher)

puritas

auch: ›Latinitas‹; Prinzip der antiken Stil-Lehre: Sprachreinheit und Sprachrichtigkeit

Rhetorik

a) ›praktische‹ Rhetorik: kunstvolles Reden als ausgeübte Redekunst, Beredsamkeit: ars bene dicendi, ars oratoria, eloquentia; b) ›theoretische‹ Rhetorik als Analyse und (Lehr-)System: ratio dicendi, ars rhetorica; c) konkretes Lehrbuch der Rhetorik, z.B.: die Rhetorik des Aristoteles

 

Rhetorische Figuren

Elemente der sprachlichen Ausgestaltung von Texten (elocutio); es können unterschieden werden: Wortfiguren der Umstellung, Hinzufügung und Einsparung sowie Gedankenfiguren.

Stabreim

(m.), besondere Form der Alliteration in der germanischen Dichtung, gleicher Anlaut (vgl. dagegen Endreim) verschiedener, in jedem Fall aber bedeutungstragender Wörter (also Nomen und Verben). Es staben alle Vokale untereinander, die Konsonanten sowie die Konsonantengruppen st, sp, sk staben jeweils unter sich. Vgl. Stabreimvers.